Voll verkehrt

Nordpark, Düsseldorf 12.03.2022 22:47

Lightpainting - Nordpark, Düsseldorf - Voll verkehrt

Dieses Bild und sein Titel soll mein bescheidener Versuch sein, Solidarität mit der Ukraine in dem gerade stattfindenden Krieg zu zeigen.
Ja, die Farben passen nicht ganz genau, aber das ist den verwendeten Tools und meiner künstlerischen Freiheit geschuldet ;-)

Mitwirkende
Idee und Performance: Stefan Holtbecker
Assistentin: Monika Sandel 

Metadaten
Position: 51°15'20"N, 6°44'48"E
Höhe: 37 m
Blende: f/8
Belichtungszeit: 13m 59s
Brennweite: 41 mm


Making-of

Meine Form der Solidaritätsbekundung

Das finale Bild ist nach meinem eigentlichen Plan eigentlich auch ein Fehler.
Ich hatte das Konzept von drei auf zwei Kreise umgestellt, und mich diesmal so auf das Versetzen der Mittelpunkte konzentriert, dass ich bei der Beleuchtung der Säulen eine Fehler gemacht habe.
Eigentlich hätte ich die horizontale Abschottung vor der Kamera entfernen müssen, bevor ich die Säulen beleuchtet habe.
Da der Fehler schon mal passiert war, hab ich mich dazu entschlossen, die Farbe zu wechseln und so wenigstens ein alternatives Ergebnis zu erzeugen.
Schlussendlich gefiel mir dieses Ergebnis am besten geeignet, da die Nationalfarben der Ukraine am besten zur Geltung kommen.

Die Location
Die Location

Dieser Bereich im Düsseldorfer Nordpark bot sich wegen seiner Architektur und der vorhandenen Wasserfläche in seiner Mitte an.
Diese Aufnahme ist übrigens nur durch das Mondlicht beleuchtet.

Ursprüngliches Konzept mit erstem Fehler
Ursprüngliches Konzept mit erstem Fehler

Mein eigentlicher Plan war es, drei Kreise mit unterschiedlichen Radien zu zeichnen und deren Mittelpunkt dann ein wenig zu versetzen.
Das Versetzen des Mittelpunktes hatte ich bei diesem ersten Versuch vergessen. Es stellte sich dann aber auch heraus, dass die Idee mit drei Kreisen und dem Tool nicht realisierbar waren. Die Kreise würden einfach zu nahe beieinander liegen, und sich beim Versetzen des Mittelpunktes überlagern. Außerdem hatte das eingesetzte Lichttool auf die Entfernung nicht mehr den tollen Effekt, wie ich ihn in einen meiner vorherigen Bildern hatte.
Also umplanen.

Finaler Versuch mit drittem Fehler
Finaler Versuch mit drittem Fehler

Dieser Versuch entsprach eigentlich eher der ursprünglichen Idee.
Das Original und die Spiegelung im Wasser sind größtenteils gleich, nur die Kreise weisen einen bewusst eingesetzten Fehler auf.
Blöderweise habe ich mich bei der Beleuchtung der Umgebung ein wenig ungeschickt angestellt, weshalb die Lichtquelle im Bild zu sehen ist. Man kann noch so viele Bilder machen, irgendwann passiert einem sowas dann doch mal wieder.
Schlussendlich gefiel mir dann das komplett spiegelverkehrte Bild besser, obwohl es so ja eigentlich nicht geplant war.

Vier tanzen im Quadrat

Gartenstadt Radweg, Dortmund 22.01.2022 22:44

Lightpainting - Gartenstadt Radweg, Dortmund - Vier tanzen im Quadrat

Erster Versuch, einmal zwei Rotationen zu kombinieren. Für die Kreise habe ich zum ersten Mal ein neues Tool eingesetzt, dessen Lichtspuren ich total spannend fand.
Simples Konzept: Zwei Rotationen, zwei Formen, zwei Farben. Fertig.

Mitwirkende
Idee und Performance: Stefan Holtbecker
Assistent: Manuel Köster (SimpleLight Art) 

Metadaten
Position: 51°29'43"N, 7°31'28"E
Höhe: 125 m
Blende: f/11
Belichtungszeit: 10m 53s
Brennweite: 24 mm


Making-of

Kombination von zwei Rotationen

Nachdem ich Bilder von der Location gesehen hatte, war klar, dass ich die Strukturen der Tunnelwände in ein Konzept integrieren werde.
Flache Beleuchtung, damit die Strukturen besonders gut zur Geltung kommen. Die Strukturen sollten den Rahmen für ein weiteres Lichtobjekt bilden.

Die Location
Die Location

Bei der Location handelt es sich um einen alten Eisenbahntunnel unter einer Straße. Auf den ersten Blick ist der Tunnel erst einmal unspektakulär. Aber die Strukturen der Wände drängen sich einem geradezu auf. Interessant fand ich die Linien der Spundwände, die Flucht in die Tiefe und die leichte Biegung des Tunnel.

Test der Lichtführung
Test der Lichtführung

Zunächst wollte ich einmal die Beleuchtung der einen Wand testen. Die Biegung des Tunnel erweist sich hier als vorteilhaft, weil man sich mit der Lichtquelle ganz gut verstecken kann und man das Tunnelende nicht sehen kann. Ich musste mir also keine Gedanken über das Restlicht der Großstadt machen.

Rahmen aus vier Rotationen
Rahmen aus vier Rotationen

Mein Plan war es, mit einer Rotation und der Tunnelwand einen Rahmen auf dem Bild zu erzeugen. Die Mitte des Bildes sollte möglichst dunkel bleiben, um dort ein Lichtobjekt platzieren zu können.
Für die richtige Ausrichtung der Kamera bei dieser Rotation, habe ich der Einfachheit halber nur mal von der Kamera aus die Wand beleuchtet. Für einen Test funktioniert die Art der Beleuchtung, in einem richtigen Lightpainting ist diese Lichtführung dagegen total langweilig.

Positionierung des Lichtobjektes
Positionierung des Lichtobjektes

Das Lichtobjekt sollte auch mit Hilfe einer Rotation entstehen.
Dazu musste ich das Tool für die Produktion der Kreise möglichst genau positionieren. Das war garnicht so einfach, genau den Mittelpunkt der Drehung zu erwischen, da eine genaue Positionierung auf dem Schotter unmöglich war.
Nach etlichen Versuchen war es am Ende dann ein Kompromiss. Aber so kann man halt immer noch erkennen, dass hier alle Lichteffekte von Hand gemacht worden sind und nicht mit Hilfe einer Bildbearbeitung.