Plopp das heißt Stopp

Skulpturenhalle, Neuss 17.10.2021 20:14

Lightpainting - Skulpturenhalle, Neuss - Plopp das heißt Stopp

Beim letzten Shooting hatte ich in einem Testbild diese Farbkombination ausprobiert und für gut befunden. Also hab ich sie hier mal zur Anwendung gebracht.

Mitwirkende
Idee und Performance: Stefan Holtbecker
Assistentin: Monika Sandel 
Model: Yvonne Schaale

Metadaten
Position: 51°9'4"N, 6°38'51"E
Höhe: 64 m
Blende: f/8
Belichtungszeit: 5m 2s
Brennweite: 24 mm


Making-of

Nebenprodukt einer Besichtigung

Unser primäres Ziel war es, die nebenan gelegene Raketenstation Hombroich als mögliche Location für Lightpaintings abzuchecken. Man konnte zwar im Netz genügend Bilder der ausgesprochen interessanten Gebäude dort finden, aber um konkrete Ideen zu entwickeln, ist es immer besser mal vor Ort zu sein.
Und genau so war es. Nachdem ich die Gebäude erkundet hatte, entwickelten sich bereits die ersten konkreten Ideen. Das wird auf jeden Fall mal in Angriff genommen, wenn wir ein wenig mehr Zeit haben.
Wir kommen wieder.

Die Skulpturenhalle im Hellen
Die Skulpturenhalle im Hellen

Ich fand die Architektur sehr spannend und dachte mir, dass die Holzverkleidung mit Licht eine gute Struktur geben würde.
Die drei Tore erinnerten mich irgendwie an eine alte Rate Show im Kinderprogramm.

Versuch der Holzfassade Struktur zu geben
Versuch der Holzfassade Struktur zu geben

Meine ursprüngliche Idee war es, die Leisten der Fassade von beiden Seiten mit einer anderen Farbe zu beleuchten. Das sollte einen Effekt geben, wie man ihn von einem Zangelicht kennt.
Leider war der Effekt vom Kamerastandpunkt durch die konvexe Krümmung des Gebäude nicht zu erkennen. Diese Idee habe ich dann also wieder verworfen.

Nächstes Konzept die Farben einzusetzen
Nächstes Konzept die Farben einzusetzen

Die Struktur der Fassade kam auch nur mit einer seitlichen Beleuchtung gut zum Vorschein. Also konnte ich die Farben so auf den Teilen der Fassade einsetzen.
Der Vordergrund sollte dann durch ein Backlight beleuchtet werden. Um auch dabei dann wieder beide Farben einsetzten zu können, habe ich im finalen Bild vor allen drei Toren ein Backlight gesetzt.

Vier Gewind

Landschaftspark Duisburg Nord, Duisburg 09.10.2021 21:50

Lightpainting - Landschaftspark Duisburg Nord, Duisburg - Vier Gewind

Die Idee zu dem Bild entstand aus der Not, innerhalb von ein paar Minuten. Manchmal sind die einfachsten Ideen die Ausdruckstärksten.

Mitwirkende
Idee und Performance: Stefan Holtbecker
Assistentin: Monika Sandel 
Model: Yvonne Schaale

Metadaten
Position: 51°28'50"N, 6°46'42"E
Höhe: 29 m
Blende: f/8
Belichtungszeit: 6m 26s
Brennweite: 24 mm


Making-of

Wie man schnell eine neue Bildidee entwickelt

Der Plan für den gemeinsamen Abend war eigentlich ein ganz anderer. Als wir dann vor Ort waren, mussten wir feststellen, dass die geplanten Locations leider immer noch wegen Corona in der Nacht abgesperrt sind.
Zu dieser Location sind wir dann nur mal gezogen, um die aktuelle Beleuchtung zu prüfen. Die Ventilatoren und die Innenräume des Kühlwerkes sind immer wieder mal in anderen Farben beleuchtet.
Da die Ventilatoren in dieser Nacht alle in unterschiedlichen Farben beleuchtet waren, entstand bei mir schnell die Idee, deren Farbe aufzunehmen und in ein Bild zu integrieren.
Eine komplexe Performance scheidet an so beleuchteten Locations aus, da diese durch die lange Belichtungszeit schnell ausbrennen. Also geht nur schnell und einfach. Da liegt die verwendete Backlight Technik mit einem Model auf der Hand.
Zwei schnelle Probeaufnahmen für die richtige Belichtungszeit und die Bestimmung der richtigen Positionen, und das Bild war im Kasten. Schnell und effektiv ;-)
So konnten die beiden weiteren wartenden Lightpainter endlich auch die Location nutzen.

Erster Versuch der richtigen Positionierung
Erster Versuch der richtigen Positionierung

Ich hatte das Model mit Blick in Richtung Kamera positioniert.
Da lag ich aber sowas von daneben. So ist es dann halt nur eine Belichtungsmessung geworden.

Zweiter Versuch der Positionierung
Zweiter Versuch der Positionierung

Die Technik, das Model aus Blickrichtung der Kamera zu positionieren, erwies sich als viel besser. Einfach von der Kamera aus das Model mit einer Taschenlampe anleuchten und dann solange verschieben, bis der Schatten auf den Ventilator trifft. Passt.